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Die Olympischen Spiele der Antike

Jetzt, wo gerade die Zensur/Doping-Spiele von China zu Ende gegangen sind, ist doch doch mal an der Zeit auch hier ein paar Worte zu verlieren. Wer die Eröffnungsfeier in Shanghai mit ihrer alles übertreffende Show, Choreografie und dem Feuerwerk gesehen hat, der kann erahnen, wie wichtig die Spiele für das große Land gehabt hat.

Schon die Olympischen Spiele der Antike waren ein Highlight ihrer Zeit und lockten viele Zuschauer an. Offizielle Festgesandtschaften, die vornehmlich aus angesehenen und einflußreichen Bürgern der betreffenden Städte bestanden, kamen zur Stätte der Spiele. Anders als heute fanden die Spiele damals aber immer in der Stadt Olympia statt, die für dieses Zeit alle Kriege und feindseligen Handlungen einstellte. Es sollte den Gästen aus aller Welt möglich sein ungefärdet an- und abzureisen.

Sehen und gesehen werden – dieses Motto galt schon damals.  Die Schönen und die Reichen kamen um zu beeindrucken. Sogar „Barbaren“, wie Nichtgriechen genannt wurden, und vermutlich auch Sklaven – jeweils von der Teilnahme an den Wettkämpfen ausgeschlossen – durften als Zaungäste beiwohnen. Dass dies nur relativ wenigen Sklaven möglich war, nämlich nur jenen, die als begleitendes Bedienungspersonal mitreisten, versteht sich aufgrund ihrer sozialen Stellung von selbst.


Unter den Zehntausenden Gästen waren aber nicht nur Zuschauer, sondern auch Verkäufer von Lebensmitteln und Getränken und von Geschirr, das die manchmal von weit her angereisten Besucher hier kauften – und nach Gebrauch einfach in die Abfallgruben warfen. Weiters kamen Händler von Souvenirs, kleinen Weihegeschenken und Blumen, Schausteller, Sänger, Tänzer, Redner und Tippgeber für die Wetten, die hier abgeschlossen wurden. Und es kamen auch Zuhälter mit ihren Mädchen.
Eines darf als sicher angenommen werden: Es war kein reines Vergnügen, damals Zuschauer bei den Olympischen Spielen gewesen zu sein. Dies bezeugt am besten eine drohende (überlieferte) Bemerkung eines Gutsbesitzers zu seinem Sklaven: “ Dich stecke ich nicht in die Mühle, sondern ich nehme dich mit nach Olympia!“
Die Zuschauer mußten durchwegs stehen – auf Erdwällen, die rings um die Laufbahn aufgeschüttet waren. Dazu kam, daß im Stadion keine Kopfbedeckungen getragen werden durften. Zur drückenden Hitze gesellte sich ein bestialischer Gestank. Nicht allein mangels sanitärer Anlagen. Das Fleisch der Tieropfer, auf den insgesamt nicht weniger als 70 Altären dargebracht, durfte in der Regel nicht gegessen werden und verfaulte in der Hitze. Logische Folge: eine unvorstellbare Fliegenplage.
Nach Beendigung der olympischen Festtage zogen die Zehntausenden Besucher wieder ab, und man hatte und brauchte wieder viel Zeit, das Heiligtum und den Heiligen Hain, die Sportanlagen und die Umgebung wieder in Ordnung zu bringen. Bis nach vier Jahren, nach einer Olympiade, der ganze Rummel von neuem losging.

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Kommentare

  1. * Geistmaria says:

    Meiner Meinung nach kann man nicht die Olympischen Spiele der Antike mit denen die Heute stattfinden nicht vergleichen. Fuer mich war alles damals besser und gerechter 🙂 Und jeder hatte eine andere Idee ueber diese Spiele, heutzutage werden sie anders betrachtet. Gruessis!

    | Antwort Verfasst 8 years, 11 months ago


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