Fitness – Für einen gesunden Körper



Raus aus dem Studio, rein in die Kirche

Neue Kampagne der Kirchen

Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland haben vor einem überzogenen Fitness- und Gesundheitskult gewarnt. Vermutlich sehen sie ihre Schäflein im wahrsten Sinne des Wortes „davon schwimmen“ Wer früher wenigstens noch am Sonntag in die Kirche gegangen ist, den trifft man heute oftmals eher im Fitness Studio oder beim Waldlauf. Was früher als Kirchensteuer direkt vom Gehalt abgezogen wurde, das geht heute per Bankeinzug ans Fitness Studio.

Inzwischen nehme die Sorge um äußerliches Wohlbefinden und körperliche Fitness allerdings derart breiten Raum ein, dass von einer «Gesundheitsreligion» gesprochen werden könne, warnten führende Kirchenvertreter zum Auftakt der «Woche für das Leben» am Samstag in Würzburg. Menschen, die dem von der Werbung und pvc banner suggerierten Gesundheits- und Fitness-Ideal nicht entsprechen, dürften nicht stigmatisiert werden.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, eröffnete die auf drei Jahre angelegte Kampagne gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heinrich Mussinghoff, mit einem ökumenischen Gottesdienst. «Fitness und Wellness – gerne, aber es ist nicht alles», sagte Mussinghoff in seiner Predigt im Würzburger Kiliansdom. «Achten wir darauf, dass wir nicht zu einem Menschenbild hindriften, das Kranke und Behinderte ausgrenzt.»

Bischof Huber sagte, wo es früher um das Heil der Seele gegangen sei, gehe es heute um einen heilen Körper. «Unsere Großeltern hofften auf die Erlösung, wir hoffen nur auf die Gesundheit», sagte Huber. «Wenn das nicht klappt, fordert man ein schnelles Ende. Denn ein beschädigtes Leben gilt nicht mehr als sinnvoll.» Der Gesundheitsbegriff soll bei Informations-Veranstaltungen in den 27 Bistümern und 24 evangelischen Landeskirchen hinterfragt werden. In der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte sprachen sich Huber und Mussinghoff gegen eine Zweiklassen-Medizin aus, die etwa Kassenpatienten benachteilige.

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Kommentare

  1. * Patricki says:

    Das soll ein Witz sein. Du hast dir einen komischen Titel ausgedacht, denn er hat mich total amusiert! :)) Und bezueglich dem Beitrag, ist es das erste Mal dass ich so etwas lese/hoere! Gruss!

    | Antwort Verfasst 9 years, 2 months ago
  2. * Geistmaria says:

    Ah, quatsch! :)) Mir scheint das unglaublich, aus dem Studio in die Kirche 🙂

    | Antwort Verfasst 9 years, 1 month ago
  3. Oftmals geht man aber ins Fittnessstudio nicht nur fuer die Gesundheit sondern auch fürs Aussehen und ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Mir ist mein Aussehen sehr wichtig , wichtiger als alles andere und deswegen ist es mir lieber ins Studio zu gehen als in die Kirche . Es prallen natürlich hier 2 ganz wichtige Themen aufeinander : das Aussehen/die Gesundheit (was im Altertum als Satans-Werk angesehen wurde) und die Kirche (was natürlich als Symbol für Gott steht). Es hängt jetzt natürlich ganz alein von jedem Menschen ab wofür er sich entscheidet aber ich finde immernoch dass , das Studio die bessere Wahl ist den wir Leben im 21 Jahrhunder und die Gesellschaft verlangt das ja von uns!

    | Antwort Verfasst 9 years, 1 month ago


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