Fitness – Für einen gesunden Körper



Sport und Alkohol

 

Vor wenigen Tagen ging in Weißrussland ein Fussballspiel der 1. Liga auf besondere Art zu Ende. Der Schiedrichter war zu betrunken, um ohne fremde Hilfe den Platz zu verlassen. Hilflos mit den Armen rudernd, als wolle er sich noch von seinen Fans verabschieden, wurde er von Kollegen langsam in Richtung Kabinen gebracht. Während des ganzen Spieles gab es keine Beschwerden der beiden Teams, obwohl der Refree, vertrauend auf seine ganze Erfahrung, das Spiel ab der 70. Minute lediglich vom Mittelkreis aus verfolgte. Vermutlich war er konditionell nicht mehr in der Lage lange Strecken zurückzulegen, denn die spätere Blutprobe ergab einen Wert von 2,6 Promille. Natürlich ist das für einen gestandenen Weißrussen nicht viel, weshalb der Refree seinen schiefen Gang auch ganz selbstverständlich mit Rückenschmerzen begründete.

Ich kann mich erinnern, dass es in Deutschland in den 70er Jahren einen ähnlichen Fall gab, wo ein Schiri zu betrunken zum Pfeifen war. Dieser deutsche Schiedsrichter hatte allerdings weniger Stehvermögen als sein weißrussischer Kollege. Nachdem er schon die erste Halbzeit vorzeitig abgepfiffen hatte, weil er durstig war und etwas trinken wollte, entschied er nach 17 Minuten der 2. Halbzeit, dass es für heute genug sei, pfiff das Spiel kurzerhand ab und ging nach Hause.

 

Ich finde das ok, wenn sich unsere Schiedsrichter von ihrer menschlichen Seite zeigen, denn schließlich sind ja die Zuschauer zuhause und im Stadion auch alle sternhagel voll. Zudem bin ich sicher, dass nirgends in seinem Arbeitsvertrag geschrieben steht, dass er vor dem Spiel nicht frühstücken darf. Wenn unser Bundestrainer in der Kabine raucht, dann können Schiris auch vor dem Spiel saufen. Den Kindern ein Vorbild sein und sie auf die ersten Koma-Parties vorzubereiten, ist ja schließlich eine padagogisch wertvolle Aufgabe. Nachdem der weißrussische Schiedsrichter schon 2005 von seinem Verband zum Schiedsrichter des Jahres gewählt wurde, warten jetzt sicher noch Urkunden vom VEB Schnaps und Bier sowie eine Ehrung des weißrussischen Bildungsministeriums auf ihn.

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Kommentare

  1. * BigKatja says:

    Gott :)),wie kann man so bei den Job auftauchen,wie wäre es wenn wir auch eines Tages in der Arbeit gehen un betrunken sind?wir werden gleich raugeschmiessen… tja… Grüss!

    | Antwort Verfasst 9 years, 1 month ago
  2. * SuperStefi says:

    Ja,wie man sehen kann können einige betrunken bei dem Job auftauchen…und sich auch ganz peinlich darstellen,mache haben keine prinzipen wie ich sehen kann. Gruss!

    | Antwort Verfasst 9 years, 1 month ago
  3. * Patricki says:

    Ich kann mir das gar nicht vorstellen! Wie einer betrunken am Job auftauchen kann… wenn ich es machen wuerde werde ich gleich rausfliegen. Aber natuerlich hat man seine Grenzen, oder erwartete man dass jeder seine Grezen hat. Alles Gute!

    | Antwort Verfasst 9 years ago
  4. * Geistmaria says:

    Tja diese beide passen gar nicht zusammen 🙂 Und betrunken in der Arbeit zu gehen, das kommt mir unglaublich vor!

    | Antwort Verfasst 8 years, 11 months ago


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